Pilatus hat geschrieben:Mit der Gleichrangigkeit haben Sie natürlich recht, doch wenn sich zwei Dinge widersprechen (wie etwa "du sollst nicht töten" und die Steinigung) dann wähle ich persönlich klar den Weg, den Jesus genommen hätte. Er hat ja laut der biblischen Überlieferung Leute vor der Steinigung gerettet.
Zirkuläre Logik die Bibel mit der Bibel zu beweisen. Das kann Ratzinger auch, der sagt Jesus hat es gegeben, über ihn wurde in der Bibel geschrieben
Harry Potter lebt, der Struwelpeter hatte leider einen Autounfall und Hansel und Gretel machen gerade Urlaub auf Mallorca. Über sie wurde geschrieben, das ist doch für jeden denkenden Menschen Beweis genug.
Pilatus hat geschrieben:Die vier Evangelien sind alle nachweislich im ersten Jahrhundert entstanden. Die Evangelien nach Markus, Lukas und Matthäus entstanden etwa 50-70 Jahre nach Jesu Tod und kommen von zwei verschiedenen, heute leider nicht mehr erhaltenen, schriftlichen Quellen die auf etwa 20-30 Jahre nach Jesu Tod datierbar sind. Keiner der Verfasser kannte demnach Jesus persönlich. Die Bibel ist eine Sammlung aller nichtapokryphen Schriften.
Nachweise gibt es nicht, dazu bräuchte man Originale. Es gibt nur Kopien, Kopien von Kopien und Kopien die Kopien von Kopien sind. Behauptungen wie die oben sind willkürlich und durch nichts zu beweisen. Nicht umsonst hat die Kirche damals alles verbrennen lassen, was gerade nicht passte. Die Schreibstuben waren die Kopiergeräte des Geschäftslebens. Damit die Monate und Jahre lange Arbeit der Kopiersklaven einen finanziellen Sinn ergab, erfand man Briefe von längst toten Christen, Aposteln und Schüler von Aposteln und aus dem anonymen Geschreibsel wurde ein teures Zeitdokument, das viel Bischöfe als Kopie anforderten. Manche der damaligen Zeitgrössen waren geradezu berühmt als Fälscher und Erfinder solcher Unterlagern.
Clemens von Alexandria aus dieser fraglichen Zeit schreibt im 1958 gefundenem Brief an einen Theophil „Ist es ein Wunder, dass es im Christentum so viele unechte Evangelien gibt, wenn die Wahrheit vorsätzlich und nachweislich unter dem Verbrechen des Meineids bestritten werden soll“.
Die 1897 n.C. und 1904 n.C in Ägypten gefunden Oxyrhynchus-Papyri waren erst nach dem Fund von Nag Hammadi von 1945 n.C. mit 52 Texten in Koptisch als Teile des Thomasevangeliums erkennbar, das etwa um 340 n.C geschrieben wurde, dem Hieronymus nicht bekannt war und heute noch Theologen durch ihren Inhalt beunruhigt. Ihren Abschluss fand die Kanonisierung mit dem 39. Osterfestbrief des Athanasius von Alexandrien (298 - 373 n.C.), in dem alle Bücher des Neuen Testaments als kanonisch aufgeführt werden.
Wieso soll das genügen, bitte Gründe. Um den B als Schüler von A auszugeben zu können, muss ich wissen wann beide gelebt haben und das B jünger als A ist - sonst fällt mein Schindel sofort auf.Pilatus hat geschrieben:Ein absoluter Blick ist nicht möglich und auch nicht nötig, wie Sie richtig sagen. Doch die Jahre lassen sich etwa zurückrechnen, dabei gibt es aber immer eine Schwankungsbreite von einem oder zwei Jahrzehnten - das genügt jedoch um eine Übersicht darüber zu bekommen.
Behauptungen wie diese sind willkürlich, es sollte doch noch Kopien davon geben. Eine vorschristliche Beschreibung Jerusalems ergibt durch die aufgezählte Mauerlänge zwischen den Toren eine Fläche von 48 km² anstelle der realen 6 Hektar, selbst für Schreibkundige war das Einmaleins kein übliches Wissen. Was soll man mit solchen Beschreibungen als Dokument bitte machen, wenn nicht in den Mülleimer. Nur so etwas konnte damals niemand nachprüfen, Google-Earth war gerade ausser BetriebPilatus hat geschrieben:Schriftliche und mündliche Überlieferungen .
Pilatus hat geschrieben:Das wurde nicht dem Zufall überlassen. Vielleicht sollten Sie sich etwas mehr über das Thema informieren. Es gibt genau definierte Regeln, nach dem die Schriften des Kanon ausgewählt wurden.
Natürlich ist es nicht SICHER ob es die Apostel gegeben hat. Es ist auch nicht SICHER, dass es Gaius Iulius Caesar je gegeben hat, haben Sie ihn je getroffen? Ich jedenfalls nicht. Trotzdem ist es lächerlich, seine Existenz zu leugnen. .
Das ist gar nicht lächerlich, wo sind obige Regeln und wieso haben über Caesar Hunderte Autoren unabhängig voneinander geschrieben. Bei einer gemäß dem Vatikan immens wichtigem Zeitgescheihen hat keiner von Hunderten schreibender Zeitgenossen auch nur ein Wort darüber verloren. Und das soll nicht verdächtig sein und den Versuch belegen, etwas nicht Existentes in das historische Zeitgeschehen hineinzuzwingen
Nur wer blind dran glaubt, für den ist natürlich auch sicher Hasen sind Wiederkäuer, Fledermäuse sind Vögel, Vögel und Insekten haben 4 Füße, Schlangen fressen Erde, Kamele haben keine gespaltenen Hufe, wenn bei der Zeugung farbig gestreifte Stäbe in der Tränke liegen werden gemischt farbige Tiere geboren und Pi=3.0
Gläubige können in ihrem Wahn nicht darauf verzichten positive Bibelstellen zu picken und andere, die als Beweis des Gegenteils reichen, zu ignorieren. So lässt sich kein historischer Fakt beweisen sondern nur die eigenen geistigen Scheuklappen
Danke an arcalexx
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