Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern

Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Darth Nefarius » So 11. Dez 2011, 14:09

Naja, sie ist jetzt immer noch Kantianerin, aber sie zweifelt und kann letztlich (was sie auch so gesagt hat) zwar die Logik meiner und Nietzsches Argumentation verstehen und hat auch keine Gegenargumente zu liefern, aber sie ist emotional nich davon abzubringen an das Gute im Menschen und bestimmte Wahrheiten zu glauben. Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass ich mit ihr noch Glück hatte, denn sie war der Logik ja noch halbwegs offen, da hatte ich viele andere Erfahrungen. Ich bin ihr aber dankbar, da ich durch sie nicht ganz die Hoffnung auf eine aufgeklärtere Gesellschaft verloren habe (und ich so ziemlich die besten Noten bekam :2thumbs: ). Das Problem liegt aber oft an eben der Schulausbildung: Wenn nicht gerade ein Nietzsche-Kenner unter den Schülern ist, dann wird ein unvollständiges, falsches Bild erzeugt. Er sollte wie Feuerbach zur Grundausbildung gehören, nicht Kant (wenn ich einen Grund haben sollte an die Hölle zu glauben, dann wäre es der, dass ich dort dann sehe, wie er brennt :devil: ).
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon mat-in » So 11. Dez 2011, 15:58

Darth Nefarius hat geschrieben:Das kann man Nietzsche nicht vorwerfen. Er hat nicht nur die rationale Abscheu vor der "Eso-Kacke", ...

Teh Asphyx hat geschrieben:Auf die Idee muss man erstmal kommen, Nietzsche als „Eso-Kacke“ zu bezeichnen. Ich bin echt baff!

Jetzt mal langsam ihr beiden, es geht nicht um "alles das Nietzsche je aus seinem verdrehten Verstand in Worte gewrungen hat", sondern um dieses eine Zitat. Das werdet ihr in jedem Haushalt in dem Aromakerzen Geruchsrichtung "Cosmos", ein bunter Nachdrunck von Crowleys "Magick" oder lila Kerzen von Kate West in Seide gewickelt rumliegen in der ein oder anderen Form finden. An der Pinnwand, im selbstgeschriebenen Zauberbuch, auf die Haut tätowiert oder als geheimste Wahrheit unter das Bett genagelt. Mag sein das die Leute den Rest nicht gelesen haben und es vollkommen falsch aus dem Zusammenhang reißen, aber dieses eine Zitat im Speziellen quillt mir zu den Ohren raus und riecht nach eso-kacke.

Teh Asphyx hat geschrieben:(jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Nietzsche-Kenner ihn mit Dawkins in Hinsicht auf sprachliche Ästhetik vergleichen würde).

(Also den Vergleich dort habe ICH nicht gebracht. Ich brachte Dawkins Buch ins Spiel als Beispiel für ein naturalistische-brightes Buch, das sich mit Ästhetik, Schönheit, "wunderbarkeit der Welt" beschäftigt, aber eben ohne einen Schöpfer ins Spiel zu bringen. Der Nietzsche-Vergleich stamm nicht nur nicht aus meiner Feder, ich habe darauf auch keine Antwort gegeben, da das eine (Ästhetik des Ausdrucks) nichts mit dem Anderen (Ästhetik der Natur) zu tun hat.)
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Darth Nefarius » So 11. Dez 2011, 17:08

Ich denke, dass du dich nicht berechtigt über den Ausdruck eines Mannes beschwehren kannst, der nicht so "swag" und schon seit einiger Zeit tot ist. Kannst du dich denn zum Zitat äußern, indem du mal über den philosophischen Zusammenhang schreibst, oder kennst du den nicht?
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon mat-in » Mo 12. Dez 2011, 15:47

Ich habe mich nicht über den Ausdruck des Mannes beschwert. Ich habe mich drüber aufgeregt wer es wo benutzt und auch dargelegt warum.
Ich habe keine Zeit mich seitenweise (wie es wohl erwartet wird, wenn ich mir die letzten par Post ansehe die meinen 24" hochkant stehenden monitor mit einem Post füllen) zu äußern, vielleicht nach Weihnachten, wenn ich weniger (Studenten) um die Ohren habe.
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Darth Nefarius » Mo 12. Dez 2011, 15:50

Sondern? Ich denke, über die Aussage (oder zumindest das, was wir anhand seines gesamten Werkes daraus gefolgert haben) ist doch nicht viel zu sagen.
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Mark » Mi 28. Dez 2011, 02:16

xander1 hat geschrieben:Ich kann noch was verraten: Bei dem Spruch ist "gebären" im übertragenen Sinn gemeint.


Ich hab länger gebraucht um darüber nachzudenken warum Du dies noch geschrieben hast, und musste auch noch ergebnislos abbrechen
Da fehlen mir die Hauptwörter.. :lachtot:
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Darth Nefarius » Mi 28. Dez 2011, 20:50

Weisst du, mark, ich habe bemerkt, dass du bei einer Reihe von Kommentaren einfach mal irgendein Zeug hingeschrieben hast. Nichts, das zur Diskussion oder zur Erkenntnisgewinnung beigetragen hat. Willst du deinem Avatar gerecht werden?
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Mark » Mi 28. Dez 2011, 22:39

Also wirklich, ich schreibe durchaus genug ernsthaftes. Und das nicht-ernsthafte ist hoffentlich nicht sooo ununterhaltend. Und wenn jemand schreibt, daß er es im übertragenen Sinne meint wenn er vom "Gebären eines Sternes" spricht dann ist das wirklich echt lustig. Nichts für ungut.
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon mat-in » Mi 28. Dez 2011, 22:52

Würde bei manchen Leuten den Geruch verbrannter Schamhaare erklären... öh... also ich fand das Gelache durchaus gerechtfertigt.
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Darth Nefarius » Do 29. Dez 2011, 12:59

mat-in hat geschrieben:Würde bei manchen Leuten den Geruch verbrannter Schamhaare erklären... öh... also ich fand das Gelache durchaus gerechtfertigt.

Woher weisst du, wie die riechen?? :lachtot:
Und mark, stimmt schon, dass man sich über manche blumigen Formulierungen kaputtlachen kann, aber dazu finde ich den Inhalt zu interessant, man kann durchaus einen Lacher verursachen, aber wenn man schon soetwas macht, dann kann man auch was sachliches beitragen und den Lacher dadurch ergänzen. Und ja, wenn man darüber nachdenkt, dann ist Nietzsche wenigstens in seinen Metaphern witzig, bei der Bibel kann da einem nur schlecht werden. Ach, und da ich wohl die Admin und einen anderen vielleicht so angesprochen habe, dass sie sich widererwarten beleidigt fühlen könnten, verabischiede ich mich schonmal im Voraus! Das wars mir aber wert. Nachzulesen unter "Könnte es sein".
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon HaVaKuk » Sa 21. Jan 2012, 07:00

Hallo, - bin neu hier her geraten, weil ich Atheist googelte um noch andere Worte für meine Weltanschauung zu finden. So stieß ich auf die Brights und im Forum auf diesen Satz aus der Vorede der Reden Zarathustras die ich vor langer Zeit mal auswendig lernte, um sie mit den Jahren auch zu verinnerlichen. Ich kenne auch das alte und neue Testament und den Gotteswahn von Dawkins und die 2 Seiten Text dieses Threads, den Xander 1 auch mal abschließen sollte! Dart Nefarim hat den Sinn der Worte im Wesentlichen gut erfaßt. Ich könnte noch vieles hinzufügen, lasse es aber. Ein tieferes Verständnis erwächst erst aus dem Gesamtzusammenhang, der nicht als Grundwissen vorausgesetzt werden kann. Die Lehrbeauftragten werden vom Staat bezahlt und sollen zu gehorsamen, nützlichen Bürgern ausbilden,
- nicht zu Feuerköpfen! Nietzsches gefähliches Gedankengut wurde im dritten Reich mißbraucht und ist heute tabu.
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Darth Nefarius » Sa 21. Jan 2012, 12:29

HaVaKuk hat geschrieben:Hallo, - bin neu hier her geraten, weil ich Atheist googelte um noch andere Worte für meine Weltanschauung zu finden. So stieß ich auf die Brights und im Forum auf diesen Satz aus der Vorede der Reden Zarathustras die ich vor langer Zeit mal auswendig lernte, um sie mit den Jahren auch zu verinnerlichen. Ich kenne auch das alte und neue Testament und den Gotteswahn von Dawkins und die 2 Seiten Text dieses Threads, den Xander 1 auch mal abschließen sollte! Dart Nefarim hat den Sinn der Worte im Wesentlichen gut erfaßt. Ich könnte noch vieles hinzufügen, lasse es aber. Ein tieferes Verständnis erwächst erst aus dem Gesamtzusammenhang, der nicht als Grundwissen vorausgesetzt werden kann. Die Lehrbeauftragten werden vom Staat bezahlt und sollen zu gehorsamen, nützlichen Bürgern ausbilden,
- nicht zu Feuerköpfen! Nietzsches gefähliches Gedankengut wurde im dritten Reich mißbraucht und ist heute tabu.

Sei willkommen! :brights:
Ich habe mir aber den Namen "Darth Nefarius" gegeben, bitte ein wenig mehr Respekt vor den Sith! :veg: :lachtot:
Ja, das Bildungswesen ist eher auf soetwas ausgerichtet, ich hatte aber eine recht liberale Lehrerin, die mit sich reden ließ und auf Meinungen von guten Schülern viel Wert legte, also hat sie Nietzsche relativ ausführlich behandelt, trotzdem habe ich noch anderes als Zahrathustra gelesen. Ich stimme dir auch zu, wenn du vom Hintergrundwissen sprichst, sowohl Nietzsches Stil als auch seine Philosophie hat sich entwickelt, teilweise geändert und lässt sich schwerlich zusammenfassen. Tabu ist Nietzsche aber nicht, man kann die Weke überall erhalten, er wird in einer Reihe mit Kant genannt (der, wie ich finde seine Beachtung kein bisschen verdient hat :kotz2: ). Auch wenn er eher als Mahnbeispiel genommen wird und einige seine Philosophie auf geistige Umnachtung zurückführen, weil sie sie nicht verstehen, kann man auch die Leute in gewisser Weise von einigen seiner Standpunkte überzeugen, mir ist das, auch wenn das wohl die wenigsten betroffenen eingestehen würden, teilweise gelungen. Ich habe einen großen Unterschied zur Interpretation von Kants Texten bemerkt, nachdem (vor allem ich auch der Lehrerein teilweise) Nietzsche erklärt habe.
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon HaVaKuk » Mo 23. Jan 2012, 05:01

@ Darth Nefarius: Danke für den freundlichen Empfang! - Sory, - ich kannte die sith, und andere Fantasieungetüme nicht! - Vermute, Dein werter Name bedeutet nefarious = schändlich, ruchlos. Meiner, Habakuk, war ein kleiner Prophet.
Zu "tabu" hätte ich hinzufügen sollen "im Lehrplan". Glücklicherweise kann Nietsche hierzulande nicht verboten werden,
aber im Lehrplan ist für Autoren mit staatsfeindlichen Äußerungen, wie z.B. in der Rede "Vom Neuen Götzen" kein Platz.
Ich habe gestern noch lange nachgedacht und kurz beschrieben, wie das innere Chaos von verschiedenen Menschen empfunden wurde, und wie es sich auswirkt.Tief gelitten und tief gedacht haben nur einige hervorragende Menschen. Bei der Mehrzahl der Menschen, wirkte sich das Chaos, aber schädlich aus. Es kann entstehen, wenn einem Kind religöser Wahn eingetrichtert wurde. Ich finde, das ist ein Mißbrauch des kindlichen Vertrauens und sollte heutzutage nicht mehr toleriert werden!
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon ujmp » Mo 23. Jan 2012, 08:30

HaVaKuk hat geschrieben:Bei der Mehrzahl der Menschen, wirkte sich das Chaos, aber schädlich aus. Es kann entstehen, wenn einem Kind religöser Wahn eingetrichtert wurde. Ich finde, das ist ein Mißbrauch des kindlichen Vertrauens und sollte heutzutage nicht mehr toleriert werden!

Ich glaub, dass siehst du zu oberflächlich. Du benutzt deine Urteile um sie selbst su rechtfertigen. Kein Mensch will seinen Kindern "Wahn" beibringen. Du müsstest die religiöse Erziehung im Vergleich mit alterantiven Erziehungen betrachten. Ich behaupte mal, dass Religiöse viel leichter mit Chaos fertig werden können, es liegt nämlich in der Natur der Irrationalität "Fünfe grade sein zu lassen".
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Darth Nefarius » Mo 23. Jan 2012, 11:22

HaVaKuk hat geschrieben:@ Darth Nefarius: Danke für den freundlichen Empfang! - Sory, - ich kannte die sith, und andere Fantasieungetüme nicht! - Vermute, Dein werter Name bedeutet nefarious = schändlich, ruchlos. Meiner, Habakuk, war ein kleiner Prophet.
Zu "tabu" hätte ich hinzufügen sollen "im Lehrplan". Glücklicherweise kann Nietsche hierzulande nicht verboten werden,
aber im Lehrplan ist für Autoren mit staatsfeindlichen Äußerungen, wie z.B. in der Rede "Vom Neuen Götzen" kein Platz.
Ich habe gestern noch lange nachgedacht und kurz beschrieben, wie das innere Chaos von verschiedenen Menschen empfunden wurde, und wie es sich auswirkt.Tief gelitten und tief gedacht haben nur einige hervorragende Menschen. Bei der Mehrzahl der Menschen, wirkte sich das Chaos, aber schädlich aus. Es kann entstehen, wenn einem Kind religöser Wahn eingetrichtert wurde. Ich finde, das ist ein Mißbrauch des kindlichen Vertrauens und sollte heutzutage nicht mehr toleriert werden!

Du kennst Star Wars nicht???? Na, da solltest du dir aber die 3D Neufassungen ansehen (Schleichwerbung :winkgrin2: )!
Nefarius habe ich aus dem lateinischen abgeleitet, was gnadenlos, gottlos bedeutet (interessant, wie die eigentliche Bedeutung gottlos irgendwann in der Sprachgeschichte mit schändlich assoziiert wird).
Ja, es ist ziemlich dreist, gerade in der schwächsten Zeit die Indoktrination zu beginnen, aber leider nunmal effektiv. Das Chaos betrachte ich nur als eine Vorraussetzung für schöpferische Tätigkeit. Wenn wir dieses Chaos als eine Art innerliche Unzufriedenheit betrachten, dann muss ein klarer Verstand diese Energie auf die Problemlösung, die Ursache dieser Unzufriedenheit, leiten, damit "ein tanzender Stern" entsteht.
ujmp hat geschrieben:
Ich glaub, dass siehst du zu oberflächlich. Du benutzt deine Urteile um sie selbst su rechtfertigen. Kein Mensch will seinen Kindern "Wahn" beibringen. Du müsstest die religiöse Erziehung im Vergleich mit alterantiven Erziehungen betrachten. Ich behaupte mal, dass Religiöse viel leichter mit Chaos fertig werden können, es liegt nämlich in der Natur der Irrationalität "Fünfe grade sein zu lassen".

Uns steht nur der subjektive Standpunkt zur Verfügung. Der Standpunkt, dass Religiösität in gewisser Weise ein Wahn ist, kann zumindest besser begründet werden, als die gegenteilige Position. Wahn definiert er und ich durch die Konsequenzen einer Erziehung mit diesem Fokus. Diese sind durch eine solche Erziehung gruselig. Das Chaos wird dann auch in gewisser Weise gelenkt, aber eher unproduktiv, wenn auch leichter. Nietzsche wird aber das Chaos an sich gemeint haben. Es ist ein Unterschied, ob man an diesem ursprünglichen Problem, das man mit bestimmten Dingen der Welt hat, festhält und die tatsächliche Ursache versucht zu bekämpfen, oder einfach nur Ordnung auf Biegen und Brechen erzeugen will. Nochmal, Nietzsches Philosophie muss im Zusammenhang betrachtet werden, der Satz steht in einem Kontext, den muss man auch kennen, ujmp. Ich bin aber ehrlich gesagt überrascht, dass du erkennst, dass es in einem "Sich-einfach-machen" der Welt eine Irrationalität steckt, wo du es dir doch so oft einfach machen wolltest. Jetzt will ich aber nicht in eine altes Muster verfallen und anmerken, dass ich dich damit nicht provozieren wollte. :keks:
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Teh Asphyx » Mo 23. Jan 2012, 11:57

ujmp hat geschrieben:Kein Mensch will seinen Kindern "Wahn" beibringen.


Doch, wer selbst in einem Wahn ist, diesen Wahn aber als anstrebenswerte Normalität empfindet, wird eben seinen Kindern genau diesen Wahn beibringen wollen. Das ist ja der alltägliche Wahnsinn (der nicht nur aber sehr viel in Religionen stattfindet).
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon laie » Mo 23. Jan 2012, 12:07

Genau. Das Irren der Gesunden ist gemeinschaftliches Irren, darum fällt es nicht auf. Anders beim Psychopathen.
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Nanna » Mo 23. Jan 2012, 12:45

Ich denke aber, ujmps Argument ging auch eher in die Richtung, dass kaum einer seine Kindern bewusst, d.h. reflektiert und zielgerichtet, in wahnhafte Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen führen würde.
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Teh Asphyx » Mo 23. Jan 2012, 13:00

Ähm … genau darauf habe ich mich doch bezogen.
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Re: Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden St

Beitragvon Nanna » Mo 23. Jan 2012, 14:28

Jein, ich glaube, die Stoßrichtung ist jeweils eine leicht andere. ujmp ging es, wie ich es interpretiere, darum, was die Leute von ihrer Motivation her wollen, dir ging es darum, darzustellen, was sie tatsächlich tun.

Wer religiös ist, will seinen Kindern natürlich keinen Wahn beibringen, weil derjenige Religion und Wahn als getrennte Dinge wahrnimmt. Wenn man aber beides als Seiten derselben Medaille ansieht, dann will derjenige nicht und will gleichzeitig doch. Ist nur eine Feinheit, auf die ich hinweisen wollte.
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