Gedanken über Kunst

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Re: Gedanken über Kunst

Beitragvon Vollbreit » So 30. Jun 2013, 10:55

Der Ursprung der Höhlenmalerei ist umstritten.
Es gibt die Theorie, dass sie im Rahmen kultisch-theaterähnlicher Aufführungen ihren Sinn hatten.
Kunstfertigkeit beweisen sie in jedem Fall.

Und es stimmt, dass Kunst, neben Religion, Moral, Liebe und Wissenschaft den Menschen vom Tier unterscheidet.
Der Unterschied liegt m.M.n. auch in der Absichtlichkeit, den eigenen Gedanken und Empfindungen. Charakteristisch ist, dass es sich bei all diesen Tätigkeiten um Investitionen handelt, die über das Ich hinausgehen.
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Re: Gedanken über Kunst

Beitragvon hjrumland » Mi 24. Jul 2013, 18:33

Meine Großmutter sagte immer:

Kunst ist etwas was man nicht kann
denn wenn man es kann ist es keine Kunst mehr
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Re: Gedanken über Kunst

Beitragvon stine » Do 25. Jul 2013, 12:13

Kunst ist ein Handwerk, das man ausübt, noch bevor man sein Handwerkszeug richtig beherrscht, meinst das?

LG stine
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Re: Gedanken über Kunst

Beitragvon xander1 » Fr 26. Jul 2013, 13:47

Das ist ja dann auch keine Kunst.
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Re: Gedanken über Kunst

Beitragvon hjrumland » Sa 27. Jul 2013, 00:15

Als man Stewart Potter (Asscociate Justice of the Supreme Court of the United States) fragte wie er wüsste was Pornografie sei, sagte er: “I know it when I see it!”

Ein Kunstwerk wird von verschiedenen Menschen unterschiedlich bewertet, der Künstler denkt anders als der Kritiker, der Galleriebesucher, der Sammler, der Politiker, der Priest, etc.

Ein Kunstwerk kann den Beschauer erfreuen, betrüben oder entsetzen, und alle Emotionen dazwischen.

Die Waltzer von Johann Strauss und Franz Lehar wurden von den Wienern und vielen anderen geliebt aber von den Kritikern damals als Strassenmusik beurteilt.
Hieronymus Boschs Triptych weckt religiöse Gefühle, Erstaunen und Abscheu
Ich war mal Passagier auf einem Frachter in einem Orkan. Turners Steamship in a Storm, weckt unangenehme Erinnerungen.
Dan Brown hat spekuliert, dass es irgendwo im Vatikan eine Truhe voll abgeschlagener Penises gibt, dank des Kunstverständnises eines Papstes.
Und so weiter und so fort.

Ich möchte mit einer Anekdote schliessen:

In einer Kneipe in Berlin sitzt ein Künstler und weint in sein Bier. Neben ihm sitzt ein Intendant der den Künstler um den Grund seines Kummers fragt. „Es sind die Intendanten von Berlin! Mein Werk Gaia is technisch zu komplex für sie, denn im zweiten Akt fliegt Ikarus durch den leeren Raum“. Sagt der Intendant: „Wir können es mal in meinem Theater probieren. Das mit dem leeren Raum geht vielleicht nicht am ersten Abend…aber danach ganz bestimmt.“

´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´

P.S. Ich habe seit über fünfzig Jahren sehr wenig auf Deutsch geschrieben. Ich habe viel es gelesen und es viel gesprochen. Die Änderung der deutschen Rechtschreibung hat mich im Staub gelassen und das Vokabular meiner drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Spanisch) mischt sich immer mehr zusammen. Hans
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