Gute Sache, schlechter Name

Beitragvon HF******* » Mi 13. Jun 2007, 18:28

Was ist dagegen einzuwenden, wenn jemand den Wahrheitsgehalt eines Bereiches umdefiniert um die Tradition zu wahren und sich bezüglich Rationalität und Vernunft nicht in Widersprüche zu verwickeln?
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Beitragvon Rolli Devise » Mi 13. Jun 2007, 18:36

HFRudolph hat geschrieben:Was ist dagegen einzuwenden, wenn jemand den Wahrheitsgehalt eines Bereiches umdefiniert um die Tradition zu wahren und sich bezüglich Rationalität und Vernunft nicht in Widersprüche zu verwickeln?


Wenn bloße Glaubungen als Wahrheiten verkauft werden, dann habe dagegen einiges einzuwenden.
Das bloße Fürwahrgehaltenwerden eines religiösen Gedankens mit Wahrsein gleichzusetzen, ist schlicht und ergreifend intellektueller Betrug!
Rolli Devise
 

Beitragvon HF******* » Mi 13. Jun 2007, 18:46

Ich denke, dass es ein großer Teil der Atheistischen Mitglieder in der katholischen Kirche so handhaben werden. Viele werden ja in geradezu sozial-erpresserischer Weise zu dieser Vorgehensweise angehalten - die Kirche schwert es ja auch nicht, was die Leute wirklich glauben. Und bei den Atheistenquoten tauchen nicht die Mitglieder der Kirche auf, die überhaupt keine Vorstellung von einem Glauben haben können (die Kleinkinder).

Ich denke, gerade die katholische Kirche hat sich etwas Derartiges systematisch herangezüchtet. Durch moralische Intoleranz und Verteufelung von Andersdenkenden.

Die Weltanschauungsgemeinschaft der Realisten vertritt folgende Auffassung:
Realität ist im Gegensatz zur Phantasie oder einem Märchen das, was tatsächlich existent ist. Die Realisten sind bei der Vorstellung von der Welt der Wahrheit verpflichtet, dem Willen diese zu erforschen und Neues zu entdecken. Die Realisten wollen sich nicht mit Wunschvorstellungen trösten und nicht den Verstand mit Phantasiebildern vernebeln. Auch wenn die Welt vielleicht nicht immer lebenswert oder sogar grausam erscheint, muss sich der aufgeklärte Mensch damit abfinden oder sich damit auseinandersetzen und eventuell sein Bestreben entfalten, diesen Zustand zu verändern.

Die Wahrheit ist ein wertvolles Gut, dass nicht leichtfertig mit Füßen getreten werden darf.

Realisten haben ein naturalistisches Weltbild:

Ein naturalistisches Weltbild ist frei von mystischen und übernatürlichen Elementen.

Naturalismus trifft eine klare Aussage darüber, was wahr ist und was nicht die Realität sein kann. In vielen Bereichen ist gerade nicht bewiesen, was wahr ist - man kann da durchaus unterschiedliche Anforderungen an die Beweislast stellen, bevor man etwas als unwahr abtut oder etwas anderes als wahr annimmt und man kann dies auch sprachlich unterschiedlich ausdrücken. Nur in diesem Sinne kann es ein Mehr oder Weniger an Realität geben.

Es handelt sich aber in der Tat um ein Dogma, nicht einfach irgendetwas als wahr anzunehmen, ohne dass es entsprechende Hinweise, plausible Gründe oder Beweise dafür gibt.

Wenn jemand freiwillig den Anspruch aufgibt, die Realität seiner Umwelt auf diese Grundlagen zu stellen, bewegt er sich bewusst in eine Fantasiewelt. Viele Menschen sind aber auch aufgrund Suggestion und Indoktrination nicht in der Lage, die Realität zu erkennen. Die Unvereinbarkeit von Realität und Trugbild entdecken viele Menschen niemals, weil sie sich keine Gedanken über die Widersprüche machen.


Eine gänzlich unphilosophische und eher praxisnahe Vorstellung also.
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