Zehn Gebote der Brights

Zehn Gebote der Brights

Beitragvon enbey » Di 24. Jul 2007, 19:58

hallo,

ihr kennt ja alle die „zehn Angebote des evolutionären Humanismus“ der von uns brights.
mal ehrlich, findet ihr sowas auch nicht zu kitschig und lächerlich. ich meine wer braucht denn sowas? ich weiß die zehn gebote zwar nicht auswendig, finde aber sowas völlig albern. wir machen schließlich nur so den selben scheiß, was christen auch machen, nämlich irgendwelche dogmen herauszubringen die zu nichts und wieder nichts führen werden. was sollen solche gebote bewirken? haben sie denn überhaupt einen einfluss? ich denke nicht. das christentum ist das beste beispiel dafür.

jemand ändert seine meinung und seine persönlichkeit doch erst dann nur, wenn er über sich selbst philosophiert, wenn er sich mit seiner weltanschauung kritisch auseinandersetzt usw. und nicht wenn er irgendwelche gebote oder glaubenssätze einfach so liest.
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Re: Zehn Gebote der Brights

Beitragvon Nox » Di 24. Jul 2007, 20:29

enbey hat geschrieben:jemand ändert seine meinung und seine persönlichkeit doch erst dann nur, wenn er über sich selbst philosophiert, wenn er sich mit seiner weltanschauung kritisch auseinandersetzt usw. und nicht wenn er irgendwelche gebote oder glaubenssätze einfach so liest.
Hallo. Deswegen sind es ja auch Angebote. Kannste es gern auch "Denkanstöße" nennen...
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Beitragvon Mittelklug » Di 24. Jul 2007, 20:52

Die Zehn Angebote des evolutionären Humanismus (Originalfassung)
Vorbemerkung: Diese zehn „Angebote“ wurden von keinem Gott erlassen und auch nicht in Stein gemeißelt. Keine „dunkle Wolke“ sollte uns auf der Suche nach angemessenen Leitlinien für unser Leben erschrecken, denn Furcht ist selten ein guter Ratgeber. Jedem Einzelnen ist es überlassen, diese Angebote angstfrei und rational zu überprüfen, sie anzunehmen, zu modifizieren oder gänzlich zu verwerfen.


Erstmal lesen, bitte! Diese Angebote sind das Beste, das Allerbeste, was ich als Waltanschauungshilfe für Non-Theisten kenne. Sie haben mit sehr geholfen die Sinnhaftigkeit meiner Weltanschauung zu ergründen. Ohne sie wäre ich jetzt nicht hier. Ich bin ein absoluter Fan dieser genialen 10 Denkanstöße.

Allein die Vorbemerkung widerlegt deinen Einwand!
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Re: Zehn Gebote der Brights

Beitragvon LinuxBug » Mi 25. Jul 2007, 08:15

enbey hat geschrieben:der von uns brights.

:lachtot:

Die sind doch gar nicht von "uns", sondern von Michael Schmidt-Salomon für die GBS und ihr Leitkultur Humanismus und Aufklärung :^^:
MSS ist halt nebenbei noch Bright, deswegen aber wird es sein Werk nicht :up:

P.S.
Auch wenn sich viele hier mit den Ideen von MSS identifizieren können, heißt das nicht, dass wir daran "glauben" müssen (das will MSS ja gar nichts: "Selber denken!" heißt die Devise :wink: )
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Beitragvon Andreas Müller » Mi 25. Jul 2007, 09:14

Die san net von uns, Bursch. Des säh I goa net ei, dass dea sei Zeuch bei uns imma reipfusche tut. :^^:
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Beitragvon Klaus » Mi 25. Jul 2007, 09:35

Andreas, könntest du diese "Schimpansen-Sprache " bitte untertiteln. :^^:
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Beitragvon Andreas Müller » Mi 25. Jul 2007, 11:51

Bairisch. :gott:
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Beitragvon Sisyphos » Mi 25. Jul 2007, 12:08

nu gugge ma eenor an...
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Beitragvon Mittelklug » Mi 25. Jul 2007, 12:10

Jetzt lasst diese Dialektschreibweise. Dau drahn se mir jo die oawaschl um.
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Beitragvon 1von6,5Milliarden » Mi 25. Jul 2007, 12:32

Klaus hat geschrieben:Andreas, könntest du diese "Schimpansen-Sprache " bitte untertiteln. :^^:
Man muss Gott für alles danken,
selbst für die Franken.

:^^:
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Beitragvon 1von6,5Milliarden » Mi 25. Jul 2007, 12:32

Andreas Müller hat geschrieben:Bairisch. :gott:
Quatsch!
Absoluter Quatsch
*sorry*

Fränkisch ist nicht bairisch, maximal - da in Bayern gesprochen - einer der bayerischen Dialekte, bayerisch als reine Umschreibung für das rechtliche Staats-Gebiet.
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Beitragvon Andreas Müller » Mi 25. Jul 2007, 13:06

Fränkisch. :gott:

Mein Umfeld spricht beides, kann das nicht auseinanderhalten, weil sie ja nicht sagen, was sie gerade sprechen.
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Beitragvon enbey » Mi 25. Jul 2007, 13:53

LinuxBug hat geschrieben:
Auch wenn sich viele hier mit den Ideen von MSS identifizieren können, heißt das nicht, dass wir daran "glauben" müssen (das will MSS ja gar nichts: "Selber denken!" heißt die Devise


achso, dann habe ich das wohl missverstanden.
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Beitragvon 1von6,5Milliarden » Mi 25. Jul 2007, 14:23

Andreas Müller hat geschrieben:Mein Umfeld spricht beides, kann das nicht auseinanderhalten, weil sie ja nicht sagen, was sie gerade sprechen.
Der Punkt geht an dich. :up:


Wobei ich auch nicht gut im Erkennen von Dialekten bin, meine Schwachpunkte verrate ich jetzt aber nicht, sonst sind mir einige sauer, was ich so nicht unterscheiden kann.
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Re: Zehn Gebote der Brights

Beitragvon PoppersFan » Di 14. Aug 2007, 16:21

Das finde ich interessant hier, wenn man von Dialektfragen mal absieht. Ich hatte nämlich eben (als "Neubright") nach einer Art prägnant formuliertem "Glaubensbekenntnis" der Brights gesucht - weniger als ideologische Denkanweisung für meine persönliche Weltbildfindung, sondern aus dem Gedanken heraus, dass so was sehr aussagekräftig und praktisch sein könnte. Es sind schließlich die einfachen Konzepte und Formulierungen, mit denen man am meisten erreicht, und nicht fremdwortlastige Spitzfindigkeiten oder kompromissunfähiger Radikalindividualismus. Wir sollten nicht vergessen, dass die Non-Brights in erster Linie denkfaul bzw. denkungeübt sind, da braucht es die Schlagkraft von Schlagworten!

Weiterhin hat ein solches Glaubensbekenntnis oder Manifest folgende Vorteile: Es kann

- zur Sammlung und Systematisierung der eigenen Gedanken beitragen,
- durch seine inhaltliche Klarheit ein guter Gegenstand der Kritik und Diskussion sein,
- den klassischen und ungeliebten Moralkodexen entgegengehalten werden,
- das Zugehörigkeitsgefühl und den Zusammenhalt, als eine Art gemeinsame Fahne, fördern,
- medienwirksam veröffentlicht werden,
- usw. usf.

Wenn die 10 Angebote von Michael Schmidt-Salomon sich aus irgendeinem Grund nicht für die Brights eignen sollten, dann müsste man sich schnellstens selbst ein paar ausdenken! Mir persönlich missfallen an ihnen aber nur stellenweise Anklänge von Polemik und vereinzelte Stilfehler - Geschmackssache. Inhaltlich werden echte Zweifel nur schwer anzubringen sein ohne sich auf antihumanitäre oder antirationalistische Standpunkte einzulassen, und dann herzlichen Glückwunsch!
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Beitragvon HF******* » Di 14. Aug 2007, 16:51

Hallo Poppersfan,

Du weist schon, was Poppers sind, oder? :^^:

Ansich sagt der Naturalismus wenig über Ethik aus, so dass es sicherlich nicht die eine naturalistische Ethik geben kann.

Selbst würde ich z. B. den ethischen Bereich von dem naturalistischen Erkenntnisbereich trennen.
http://www.naturalismus.net/viewtopic.p ... anschauung

Es gibt noch zahlreiche andere Abschnitte hier zu dem Thema, die man über die Suchfunktion findet.

Hier gibt es z. B. auch eine Kurzformulierung einer denkbaren Ethik:
http://www.jur-rudolph.de/Realisten/GUT.htm
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Beitragvon Klaus » Di 14. Aug 2007, 17:00

Popper, nicht Poppers, ist ja nix zu essen
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Beitragvon HF******* » Di 14. Aug 2007, 17:08

Poppers sind auch nicht unbedingt etwas zum Essen …
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Beitragvon Klaus » Di 14. Aug 2007, 17:25

:lachtot: könnte man aber leicht denken,
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Re: Zehn Gebote der Brights

Beitragvon PoppersFan » Di 14. Aug 2007, 17:30

Yeah, Poppers, schnell rauf und schnell wieder runter!

HFRudolph, einer naturalistischen Ethik stehe ich in höchstem Maße skeptisch gegenüber, habe auch die Versuche vom Konrad Lorenz begrübelt und mir meinen Teil über Fehlschlüsse gedacht. Aber schon der Rationalismus beruht auf der ethischen Entscheidung, sich Argumente anzuhören, und der Naturalismus setzt noch etwas mehr voraus. Auch noch der knochentrockensten Wissenschaft liegen Wertmaßstäbe zugrunde...

Schau mir die Links mal an, danke!
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